BUDOKAN

Das Budokan Logo

Das Budokan Logo ist von Metin Kayar entworfen und stellt den umgekehrten Stern von Okinawa dar. Er wurde in den Uhrzeigersinn gedreht als Symbol dafür, dass sich die Kampfkünste immer weiterentwickeln und nicht stehen bleiben dürfen. Im Logo werden drei Bereiche dargestellt, welche einerseits die Einheit aus Körper, Verstand und Seele symbolisieren und andererseits die drei Bereiche der Lehre des Budokan darstellen. Die Farbe Violett ist sehr Nahe am Ultravioletten und steht für das Starke und das kaum Sichtbare.

Offizielle Erlaubnis der japanischen Botschaft

Metin Kayar hat für seine Reise nach Japan die offiielle Erlaubnis der japanischen Botschaft eingeholt,
um in den bekanntesten Schulen Okinawas und Japans sein System vorzustellen.

Budokan in verschiedenen Dojos Okinawa's und Japan's

Budokan System by Metin Kayar

Das Budokan System besteht aus 3 Teilen (Okinawa Koryu Bugei, Nihon Koryu Bugei und Gendai Budo),
welche sich wiederum in verschiedene Kampfkunststile aufteilen.

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Okinawa Koryu Bugei

Dieser Bereich umfasst die alten Stile Okinawas, welche eher im bäuerlichen Bereich entstanden sind. Es handelt sich um die Karatestile des Naha-Te (kurze Distanz) und des Shuri-Te (lange Distanz) sowie um das Buki Jutsu, welches die traditionellen Waffen Japans wie Sai, Tonfa, Kama, Nunchaku und Bo lehrt.

Nihon Koryu Bugei

In diesem Bereich werden die Kampfkünste der feudalen Samuraikaste zusammengefasst, welche vor allem auf der Hauptinsel Japans ausgeübt wurden. Es handelt sich hierbei um das IaiJutsu, die Kunst des Schwert Ziehens. Dann um das  KenJutsu, die Kunst des Führens des Schwertes mit beiden Händen im Kampf. Ein weiterer Bereich ist das Nito Ryu, die Kunst der zwei Schwerter, bei der ein Katana und ein Wakisashi gleichzeitig geführt werden. Nicht zuletzt beruht dieser Bereich auf der waffenlosen Selbstverteidigung, dem Yawara, welches von den alten Samurai ebenfalls beherrscht wurde.

Gendai Budo

Dieser Bereich umfasst alle modernen Kampfmethoden, die auch das Wissen der modernen Sportwissenschaft beinhaltet. Durch diesen Bereich werden die alten Kampfkunst Stile belebt, weitergeführt und auch weiter entwickelt.

Metin Kayar über die Entstehung des Budokan

Einleitung

Das Wertvollste was wir besitzen ist unser Leben. Selbstverteidigung hat für mich einen hohen Stellenwert, weil diese Lehre an erster Stelle entwickelt worden ist, sein eigenes Leben und das Leben anderer zu schützen. Es entstanden verschiedene Kampfsysteme, die einen hatten die Selbstverteidigung im Fokus, die anderen das sportliche Messen und wieder andere dienten der Gesundheitsförderung.

In den letzten 100 Jahren hat sich der Kampfsport extrem weiterentwickelt. Aufgrund der Globalisierung und der Möglichkeit um die Welt zu reisen, wurden verschiedene Trainingsmethoden rund um den Globus ausgeübt und es wurden weltweite Turniere in diesen neuen Disziplinen ausgetragen. Hierdurch wurden Stile miteinander vergleichbar und ihre Vor- und Nachteile kamen deutlicher zum Ausdruck.

Durch den Kampfsport hatte ich die Möglichkeit mich mit unterschiedlichen Stilen weltweit zu messen. Im Laufe der Jahre habe ich viele Quellen der Kampfkünste analysiert und studiert. Was mich am meisten fasziniert hat, war das Studium der japanischen Budo Meister und ihrer Werke. Sie verfügten über ein jahrhundertealtes Wissen und über eine ungeheure Erfahrung aus der Vergangenheit. Es war für mich sehr wichtig, meine eigene Kampfkunst auf diesem uralten Wissen aufzubauen und meine eigene Kampferfahrung  dabei mit einfliessen zu lassen.

Ich entwickelte deshalb mein eigenes Kampfkunstsystem des Budokan. Dabei stellte ich mir das Beispiel eines Kriegers vor, der vor 400 Jahren gelebt und in Schlachten gekämpft hatte und der dann mit seinem alten Wissen in die heutige Zeit versetzt wurde. Ich versuche das alte Schlachtfeldwissen als fundierte Ausbildung und Basis zu nutzen, um mich dann den heutigen Gegebenheiten anzupassen und mithilfe von modernem Wissen weiter zu entwickeln. Auf diese Weise entwickelte ich die Lehre bzw. das System des Budokan.

Japanische Kampfkünste als Basis für meine Lehre des Budokan

Ich habe mich für die Japanischen Kampfkünste entschieden, da der Vorteil der japanischen Kampfkünste darin besteht, dass sie sich über Jahrhunderte erhalten konnten und ihre traditionelle Lehre weitergegeben wurde. Hierzu kam eine geistige Ebene hinzu, welche die philosophischen Grundsätze wie gegenseitigen Respekt und Disziplin förderten und weitergaben. Die enge Meister-Schüler Beziehung war in der traditionell japanischen Lehre etwas sehr Zentrales und meiner Meinung nach sehr Wichtiges für die autentische Überlieferung der Kampfkünste.  

Allerdings muss man sagen, dass das japanische System auch seine Nachteile hat. Den einzelnen Schulen fehlte im Laufe der Zeit die eigentliche Kampferfahrung und deren Meister haben bildlich gesprochen nur die Asche aufbewahrt. Ich möchte jedoch mit meinem System des Budokan die Japanischen Kampfkünste in ihrer ursprünglichen Form ausüben und mit meiner Lehre auch für zukünftige Generationen die Flamme weiter tragen. Mein Ziel ist es, den Kampfgeist des traditionellen Kämpfers in die moderne Zeit überzuführen und dabei Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

Was ist Budokan?

Zur Begriffserklärung darf ich folgendes vorausschicken: „Bu“ bedeutet Krieg, „Do“ bedeutet Weg und „Kan“ bedeutet Haus. „Budokan“ heisst für mich somit „der Weg zum Haus der Kriegskünste“. Im Japanischen wird  traditionsgemäss ein Stil, welcher ein Meister geformt hat, innerhalb seiner Familie weitergegeben. Das Haus der Kriegskünste symbolisiert für mich die Familie, welche den Weg des Meisters auch gemeinsam gehen soll. Budokan ist somit der perfekte Namen für meine Schule, die ein komplettes universales Kampfkunstsystem lehren soll. Die Authentizität meines Kampfkunstsystems, welches zwar die Wurzeln in Japan hat, aber allgemeingültig sein soll, wird so direkt in seinem Namen ausgedrückt. Auch zolle ich den japanischen Kampfkunstsystemen im Allgemeinen grossen Respekt, weil ihre Lehre mich so weit gebracht hat, dass ich meinen eigenen Weg gehen und meinen eigenen Stil kreieren konnte.

Unterscheidung meines Budokan Systems von anderen japanischen Systemen

Das Besondere an meinem Budokan System ist, dass es drei Bereiche umfasst, welche in japanischen Schulen nie gleichzeitig in einer einzigen Schule vermittelt werden. Der erste Bereich ist das „Okinawa Koryu Bugei“, bestehend aus alten Stilen aus Okinawa, wie Naha-Te und Shuri-Te (das heutige Karate) sowie das BukiJutsu. Der zweite Bereich ist das „Nihon Koryu Bugei“, bestehend aus alten Stilen aus dem feudalen Japan, wie Iaijutsu, Kenjutsu und Yawara. Der dritte Bereich ist das „Gendai Budo“, welcher den universalen Kampf umfasst, sowie sich direkt mit dem bewaffneten und unbewaffneten Kampf in allen Distanzen befasst.

Ich fasse die Stile aus Okinawa und die traditionell japanischen Stile deshalb zusammen, weil für das Verständnis der einen Seite, die andere Seite sehr hilfreich ist. Zudem füge ich basierend auf der modernen Sportwissenschaft einen weiteren Bereich hinzu, sodass ich modernes mit traditionellem Wissen vereinen kann. Es wird in meinem System weder das traditionelle Wissen über das Moderne gestellt, noch wird das Moderne über das Wissen der Vergangenheit gestellt oder das Traditionelle gar ersetzt.

Auch beachte ich, dass in meinem System alle Kampfdistanzen bewaffnet und auch unbewaffnet vertreten sind. Ein Schüler lernt bei uns zuerst den modernen Kampfsportbereich „Gendai Budo“ als Basis für Stabilität, Koordination, Reaktionsvermögen und auch Selbstbewusstsein. Erst wenn diese Basis gelegt ist, kann er übergehen zu den Kampfkunstbereichen des „Okinawa Koryu Bugei“ oder des „Nihon Koryu Bugei“, welche höhere Anforderungen insbesondere im ästhetischen Bereich aber auch im philosophischen Bereich an die Kampfkünstler stellt.